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Paul Klee

02 - Löwenkopf, 1912

Bleistift auf Papier auf Karton, 22,3 x 15,4 cm

Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Löwenkopf

Aus der Pause-Zeichnung eines Männerkopfes, vielleicht Klees Vater Hans Wilhelm Klee, entwickelt Paul Klee den Kopf eines imposanten Löwen.

Der Komposition der Bleistiftzeichnung Löwenkopf (1912) liegt eine weitere Zeichnung auf der Rückseite desselben Blattes zugrunde. Auf der Rückseite ist das Bildnis eines Mannes zu sehen. Klee pauste dieses von einer Vorlage ab. Mit dem Ergebnis nicht zufrieden wendet er das Blatt und paust die gleiche Vorlage nochmals ab. Dieses Mal dreht er das Blatt jedoch mehrfach, sodass die Linien der Vorlage verschoben sind. 

Die Proportionen lehnen sich an die Vorlage an, die Ausgestaltung erfolgt jedoch frei. So entwickelt Klee aus der menschlichen Figur den eindrucksvollen Kopf eines Löwen.

Die bärtige Figur der heutigen Rückseite erinnert an Klees Vater. Ein Foto aus dem Jahr 1913 zeigt Hans Wilhelm Klee mit üppiger weisser Bartpracht, die stark an die dargestellte Person erinnert.