Paul Klee
05 - Ohne Titel [Rückseite von Litho nach 15/125], 1923
Federzeichnung auf Papier,
Zentrum Paul Klee, Bern
![Paul Klee, Ohne Titel [Rückseite von Litho nach 15/125]](/_next/image?url=https%3A%2F%2Fkmbzpk.nodehive.app%2Fsites%2Fdefault%2Ffiles%2Fstyles%2Fwide%2Fpublic%2F2026-04%2F83620%2520%25281%2529.jpg%3Fitok%3De2gVsgE8&w=1920&q=75)
Jede Druckgrafik, die in Serie geht, muss erst getestet werden – der Künstler fertigt hierfür Probedrucke. Hier zeichnet Klee auf der Rückseite eines solchen Probedrucks.
Nach der Zeichnung Zusammenbrechende (1915) fertigt Klee im Jahr 1923 die Lithografie Litho nach 15/125. Darauf zu sehen sind drei Gestalten in starker Schräglage.
Bevor die Lithografie in kleiner Auflage in Serie geht, werden Probedrucke erstellt. Diese zählen in der Regel nicht zur offiziellen Auflage und sind nicht zur Weitergabe bestimmt.
Einen derartigen Probedruck verwendet Klee vermutlich hier erneut als Maluntergrund. Er dreht das Blatt um 180 Grad und zeichnet darauf eine Figur aus deren herzförmig zusammengelegten Händen ein räumliches Gebilde aus Linien zu wachsen scheint. Der obere Teil dieses Gebildes ist eine horizontale Konstruktion die gleichermassen an eine Musikpartitur mit Pfeilen wie an eine liegende Architektur erinnert.
Die Zeichnung trägt keinen Titel und ist nicht von Klee als Werk registriert. Hatte Klee vielleicht erst die Zeichnung gefertigt, sie verworfen und das «Sudelpapier» dann für den Probedruck verwendet?