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Paul Klee

11 - Komposition mit Fenstern, 1919

Ölfarbe und Feder auf Karton; originaler Rahmen, 50,4 x 38,3 cm

Zentrum Paul Klee, Bern

Paul Klee, Komposition mit Fenstern

Nicht alle seine Bilder wollte Paul Klee verkauft wissen. Einige behielt er bereits zu Lebzeiten für seine Nachlasssammlung zurück. Auf der Rückseite zu Komposition mit Fenstern (1919) markiert er das Werk als «unverkäuflich».

Bereits 1920 ist Komposition mit Fenstern in Leopold Zahns Klee-Monografie sowie in der Zeitschrift Ararat abgebildet. Zeitgleich stellt die Münchner Galerie Neue Kunst von Hans Goltz es als unverkäufliche Arbeit aus.

Dem widersprechend wurde es bei späteren Präsentationen mit einem Verkaufspreis ausgestellt: so im Weimarer Landesmuseum, in der Kunsthalle Bern, dem Kunstmuseum Luzern und dem Kunsthaus Zürich.

Trotz der wichtigen Stellung in Klees Ausstellungs- und Leihtätigkeit verbleibt es bei Klee. 1936 beschliesst er schliesslich endgültig das Werk nicht wegzugeben und notiert auf der Rückseite «unverkäuflich für die Nachlasssammlung». Rund 340 Werke behält er für seinen Nachlass zurück.

Neben der Bemerkung findet sich auf der Rückseite auch ein frühes Frauenporträt in Öl. Das vermutlich um 1909 entstandene Bild hatte Klee verworfen und nicht in seinen Œuvrekatalog aufgenommen.