Paul Klee
17 - Ohne Titel (Architektur auf der Bühne), 1918
Ölfarbe auf Karton, 15 x 32 cm
Zentrum Paul Klee, Bern, Depositum aus Privatbesitz, Schweiz

Die Rückseite von Ohne Titel (Architektur auf der Bühne) (1918) nutzt Paul Klee, um Informationen zu Maltechnik und Materialität zu notieren. Zehn Jahre später ergänzt er seine Bemerkungen um seine Beobachtungen zur Haltbarkeit der Malerei.
Nach Entstehung des Bildes notiert Klee mit Bleistift auf der Rückseite: «Haltbarkeitsprobe: umstehende Arbeit steht Aquarell u. Tempera auf gefirnisstem Ölgrund, dieser ist geleimt, was die Haltbarkeit in Frage stellt, die Temperaschicht ist mit Leinölfirnis überzogen».
Klee experimentiert zeitlebens mit Materialien und Techniken. Seine rückseitige Notiz gibt interessanten Aufschluss über die Überlegungen zur Langlebigkeit seiner Kunstwerke.
Zehn Jahre später analysiert er das Resultat seines Malexperiments und hält fest: «Die Haltbarkeit ist Anno 1928 besser als erwartet. Klee». Diese Beobachtung dürfte nicht nur den Künstler gefreut haben.