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Anne Loch

AL 235, 1987

Acryl auf Nessel, 280,0 x 370,0 cm

Nachlass Anne Loch

Anne Loch, Ohne Titel, 1987

Als sich Ende der 1970er-Jahre Künstler:innen wieder vermehrt der gegenständlichen Malerei widmen, herrscht in diesen Werken ein heftiger, spontaner, expressiver Pinselstrich vor. Diese Kunstbewegung wird darum auch als «Neue Wilde» oder als «Neoexpressionismus» bezeichnet. Die Werke beziehen sich dabei inhaltlich oft auf die gesellschaftliche Realität. Anne Lochs Werke sind hingegen geplant und konstruiert. Auch inhaltlich grenzt sie sich von ihren Kolleg:innen ab: «Aber es ist doch tröstlich für mich zu wissen, dass ich keine Bestandsaufnahme male, keine Sozialkritik male, keine Utopie male, keine Gesellschaftskritik, keine soziologische Studie, was die ganzen Skulpturen im Augenblick ja nur sind. Ich male einfach Striche und ihr Verhältnis zueinander.»