Anne Loch
AL F/S 9, 2014
Permanentmarker auf Schwarz-Weiss-Fotografie, 30 x 21 cm
Sammlung BONDO

2013 wird bei Anne Loch eine schwere Krebserkrankung diagnostiziert. Sie kehrt in die Schweiz zurück. Ab Herbst ist sie im Spital im Bergell. Von der Krankheit geschwächt, kann sie keine grossen Leinwände mehr bemalen. Stattdessen fotografiert sie Blumen, die ihr Freunde und Freundinnen ins Spital bringen, und zeichnet sie mit weissem oder schwarzem Marker auf den Fotos nach. Diese letzten Arbeiten sind wohl die persönlichsten im Schaffen der Künstlerin. Sie zeugen in ihrer Fragilität vom geschwächten Körper und zugleich vom Drang, bis zuletzt Kunst zu schaffen. In ihrem Tagebuch hält Anne Loch bereits Mitte der 1990er-Jahre fest: «[…] die Kunst ist das, was ich tue, es ist meine Heimat, es ist mein Alles, es ist mein Leben.»