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Praça Euclides da Cunha
Praça de Casa Forte
1935, Recife
Landschaftsarchitektur: Roberto Burle Marx
Von 1934 bis 1937 ist Burle Marx in Recife als Direktor der Parkanlagen für deren Renovation und Neugestaltung zuständig. Recife ist die Hauptstadt des nordöstlichen Bundesstaats Pernambuco, aus dem seine Mutter stammt. In der Praça Euclides da Cunha richtet Burle Marx einen Kakteen- und Sukkulentengarten mit Pflanzen aus der Caatingaregion ein. Damit will er einerseits die einheimische Flora aufwerten und andererseits von botanischen Gärten inspiriert die Pflanzenkenntnisse der Parkbesucher: innen erweitern.
Bei der Planung der Parkanlage auf der Praça de Casa Forte lehnt er sich noch an die französische Tradition an. Auf beiden Seiten des zentralen quadratischen Teils erstrecken sich symmetrisch zwei längliche rechteckige Wasserbecken. Er wählt unter anderem Pflanzen aus dem Amazonasgebiet und nordafrikanische Arten, die am Nil heimisch sind. Das Pflanzenrepertoire bricht damit radikal mit der Tradition und stösst auf Widerstand der Elite. Ein Denkmal zu Ehren der portugiesischen Eroberer ersetzt er durch die moderne Statue des Bildhauers Celso Antônio de Menezes, die eine Aktdarstellung einer indigenen Frau zeigt. Dies führt ebenfalls zu Kontroversen und schliesslich zu seiner Entlassung. Burle Marx visualisiert die Gestaltung in Plänen und perspektivischen Ansichten, die er als kontrastreiche Tuschzeichnungen ausführt.