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Residência Edmundo Cavanellas

1954, Petrópolis
Heute: Casa Cavanellas, Instituto Burle Marx
Landschaftsarchitektur: Roberto Burle Marx
Architektur: Oscar Niemeyer

Das Sommerhaus von Edmundo Cavanellas liegt in einem schmalen, von Bergen umschlossenen Tal. Quer zum Tal liegt das von Oscar Niemeyer entworfene Gebäude mit geschwungenem Flachdach, dessen Wohnzimmer mit grossen Glasfassaden den Blick auf beide Seiten des Tals freigibt. Burle Marx entwirft auf beiden Seiten des Hauses zwei sich klar unterscheidende Gärten: Einen orthogonalen mit Schachbrettmuster und einen mit organisch geschwungenen Formen. Von den beiden Formensprachen beginnt sich im Verlauf der 1950er-Jahre die orthogonale durchzusetzen. Die Gärten zeichnen sich durch eine grosse Klarheit mit einer reduzierten Auswahl an Pflanzenarten aus. In Interviews sagt Burle Marx, dass er in früheren Projekten «Salat» produziert habe – mit zu vielen verschiedenen Pflanzen und Farben. Ein Spazierweg umrundet das Anwesen und erschliesst das weitere Areal mit einem Teich, in dem sich die bergige Umgebung spiegelt. Eine gestaffelte Bepflanzung schafft einen Übergang vom Garten zum hohen Baumbestand des umliegenden Waldes. 

Wie in anderen Projekten setzt Burle Marx für den Rasen im Schachbrettmuster zwei Varianten einer Grassorte ein, wobei die dunklere dominanter ist und deren Ausbreitung konstant unterbunden werden muss. Der Garten wird seit vielen Jahren vom gleichen Gärtner gepflegt. Als Casa Cavanellas wurde das Anwesen kürzlich vom Instituto Burle Marx übernommen und wird ab 2028 öffentlich zugänglich sein.

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