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Parque do Ibirapuera

1953, São Paulo
Landschaftsarchitektur: Roberto Burle Marx (nicht ausgeführt)
Architektur: Oscar Niemeyer

Der Parque do Ibirapuera ist ein grossflächiger Park in São Paulo und das erste Projekt dieser Grössenordnung, das Burle Marx auf Einladung von Oscar Niemeyer entwirft. Zum 400. Jubiläum der Stadt São Paulo wird Oscar Niemeyer mit der Gestaltung eines Gebäudeensembles beauftragt. Die Gebäude werden durch einen geschwungenen, überdachten Weg verbunden. Für die durch die architektonische Struktur gegliederte Zone des Parks entwirft Burle Marx unterschiedliche kleine Gärten. Sie sollen eine harmonische Verbindung von den Gebäuden zum umliegenden Park schaffen und verschiedene räumliche und ästhetische Erfahrungen ermöglichen. Im geometrischen Garten arbeitet Burle Marx mit einer asymmetrischen, geometrischen Struktur, in der er pflanzliche Farbakzente setzt, die durch farbig beschichtete Wasserbecken ergänzt werden. Im Garten mit dem schwebenden Pfad wird dem Publikum die Möglichkeit gegeben, den Garten von oben zu betrachten. Burle Marx entwirft für diesen Garten ausserdem filigrane Skulpturen.

Während Niemeyers Entwürfe teilweise ausgeführt werden, kommen Burle Marx’ Gärten nicht zur Umsetzung. Rückblickend sagte Burle Marx zu seinen Entwürfen, dass sie zu revolutionär und kostspielig gewesen seien, für seine Entwicklung als Landschaftsarchitekt aber von enormer Bedeutung. In den 1970er-Jahren erarbeitet Burle Marx einen neuen Vorschlag, der ebenfalls nicht ausgeführt wird. Erst 1993 – kurz vor seinem Tod – werden zwei kleine Projekte im Park umgesetzt: Der Skulpturenpark des Museu de Arte Moderna von São Paulo und die Neugestaltung von Teilen des historischen Viveiro Manequinho Lopes.

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