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Ministério da Educação e Saúde

1938–1944, Rio de Janeiro
Heute: Palácio Gustavo Capanema
Landschaftsarchitektur: Roberto Burle Marx
Architektur: Lucio Costa, Affonso Eduardo Reidy, Carlos Leão, Jorge Moreira, Ernani Vasconcellos, Oscar Niemeyer, Le Corbusier

Das Ministerium für Bildung und Gesundheit in Rio de Janeiro ist das erste öffentliche Gebäude im modernistischen Stil Lateinamerikas. Entworfen wird es von einem Team von brasilianischen Architekten, das Lucio Costa zusammenstellt, unter Mitwirkung von Le Corbusier. Roberto Burle Marx erhält den Auftrag, die Gärten zu gestalten. Seine ersten Entwürfe orientieren sich an der streng orthogonalen Geometrie von Le Corbusiers Skizzen. 1942 fertigt er neue Entwürfe an, die sich durch organische Formen auszeichnen, die seinen Stil bis Mitte der 1950er-Jahre prägen werden. Der in Gouache gemalte Plan für den Dachgarten wirkt wie ein abstraktes Gemälde. Für die organischen Formen werden unterschiedliche Inspirationsquellen genannt. Die Kunst der europäischen Avantgarde, die Burle Marx 1928 bis 1929 in Berlin kennengelernt hat, ist mit Sicherheit eine davon. Die verschiedenen Farben markieren Flächen, die dicht mit einer bestimmten Art bepflanzt werden. Diese flächigen Massenpflanzungen kontrastieren in Farbe, Textur oder Volumen miteinander. Eine später geplante Erweiterung mit einem Teich wird nicht umgesetzt. Zusammen mit dem Gebäude erlangt Burle Marx’ Gartengestaltung internationales Renommee.

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