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Residência Walther Moreira Salles

1951, Rio de Janeiro
Heute: Instituto Moreira Salles
Landschaftsarchitektur: Roberto Burle Marx
Architektur: Olavo Redig de Campos

Beim Garten des modernistischen Wohnhauses von Walther Moreira Salles kann man von mehreren Gärten sprechen, die um das Haus angelegt sind. Im Vorgarten, der das Haus von der Strasse abschirmt (auf dem Plan unten zu sehen), legt Burle Marx einen kleinen Wald mit Wegen an. Unter den Bäumen wachsen Schattenpflanzen in unterschiedlichen Grüntönen und Texturen. Auf der Ostseite findet sich ein seltenes Beispiel der Neuinterpretation eines Parterres aus der barocken Gartentradition: In Form geschnittene Buchsbäume bilden einen geometrischen Rahmen für krautige Pflanzen in lebhaften Farben. Vom zentralen Patio des Hauses erstreckt sich ein weiterer Garten Richtung Nordwesten. Für die Ausbuchtung am Ende entwirft Burle Marx einen kleinen Platz mit halbkreisförmiger Sitzbank, der in der Skizze zu sehen ist. Die geschwungenen Formen stehen in Kontrast zur modernen, vom italienischen Klassizismus inspirierten Architektur. Burle Marx bringt Natur und Kunst in Verbindung, indem er ein Wasserbecken mit einem von ihm gestalteten Fliesenwandbild mit Wasser tragenden Frauen in den Garten integriert. Die Darstellung zeigt deutlich seine Entwicklung zur Abstraktion, die Figuren sind auf geometrische Formen reduziert.

Heute beherbergt das Gebäude das Kulturzentrum Instituto Moreira Salles und kann besucht werden.

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