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Sítio Roberto Burle Marx

Im Jahr 1949 kaufen Roberto Burle Marx und sein Bruder Guilherme Siegfried das Grundstück Sítio Santo Antônio da Bica. Heute ist das Anwesen als Sítio Roberto Burle Marx bekannt und ist der Öffentlichkeit zugänglich. Aufgrund seiner historischen, künstlerischen und wissenschaftlichen Bedeutung wird die Anlage im Jahr 2021 durch die UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

Ab 1973 wohnt er bis zu seinem Tod im Casa de Roberto. Die wenigen Räume des ursprünglichen Hauses werden durch Veranden, ein Gästezimmer, ein Besucherzimmer und ein Musikzimmer erweitert. Die Vielfalt seiner Inspirationsquellen belegen Familienerbstücke, Souvenirs, Gebrauchsgegenstände, Heiligenfiguren, präkolumbische Keramiken, Volkskunst oder Muscheln, die über die Räume verteilt sind. Burle Marx nennt sie «Objekte poetischer Emotionen». An der Aussenwand der Veranda zum Garten hin sind vier grosse Carrancas angebracht, traditionelle Galionsfiguren aus dem Gebiet des São-Francisco-Flusses, die das Haus bewachen.

Im Sítio empfängt Burle Marx Freunde, Bekannte und Arbeitskolleg:innen. Als Liebhaber der guten Küche ist er nicht nur an der Zubereitung ausgefallener Menüs beteiligt, die sein Partner, der Koch Cleofas César da Silva, für die Gäste zubereitet, sondern er sorgt auch persönlich für die Tischdekoration. Dafür arrangiert er tropische Pflanzen kunstvoll auf von ihm selbst bemalten Tischdecken. Begleitet von einem Klavier lässt er seine kraftvolle Baritonstimme erklingen und verleiht so den geselligen Runden eine gewisse Feierlichkeit.

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